Imkern für Einsteiger/innen

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Imkerschulung im vergangenen
Jahr und wegen der vielen Nachfragen, ob wir auch zukünftig solche
Lehrgänge anbieten, haben wir uns entschlossen auch in diesem Jahr
wieder eine Schulung über die Grundlagen der Imkerei zu organisieren.
Der Kurs richtet sich vor allem an Anfänger, die noch keine Erfahrung
mit der Imkerei haben und sich einen ersten Eindruck über die Aufgaben
eines Imkers verschaffen wollen.
Orte:
• Lehrbienenstand, Am Hohenstein 40, 58453 Witten
• Vereinsbienenstand, Am Strandbad, Sprockhövel/Haßlinghausen
Termine:
• Sa., 17.03., 16:00 Uhr, Lehrbienenstand, Begrüßung, Grundlagen d.
Imkerei, Biologie d. Honigbiene (Theorie)
• Fr., 20.04., 18:00 Uhr, Lehrbienenstand, Frühjahrsdurchsicht,
Völkeraufbau, Schwarmkontrolle (Theoretischer Teil)
• Sa., 21.04., 16:00 Uhr, Vereinsbienenstand, Frühjahrsdurchsicht,
Völkeraufbau, Schwarmkontrolle (Praktischer Teil)
• Fr., 18.05., 18:00 Uhr, Lehrbienenstand, Ablegerbildung
(Theoretischer Teil)
• Sa., 19.05., 16:00 Uhr, Vereinsbienenstand, Ablegerbildung
(Praktischer Teil)
• Fr., 15.06., 18:00 Uhr, Lehrbienenstand, Ablegerpflege und Aufbau
(Theoretischer Teil)
• Sa., 16.06., 16:00 Uhr, Vereinsbienenstand, Ablegerpflege und Aufbau
(Praktischer Teil)
• Fr., 06.07., 18:00 Uhr, Lehrbienenstand, Honig (Theoretischer Teil)
• Sa., 07.07., 16:00 Uhr, Vereinsbienenstand, Honig (Praktischer Teil)
• Sa., 04.08., 16:00 Uhr, Lehrbienenstand, Varroabehandlung (Theorie)
Die Termine – insbesondere die Termine in den Schulferien – können
nach Absprache aller Teilnehmer noch geändert werden.
Pro Termin sind etwa 2,5 Zeitstunden geplant.
Die Kursgebühr beträgt 100.- Euro.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt!
Sie haben während des Kurses die Möglichkeit ein Bienenvolk günstig zu
erwerben. Wir helfen ihnen auch bei der Suche nach einem geeigneten
Standplatz für ihre Bienenvölker.
Wir
freuen uns auf Sie!
Konnten wir Ihr Interesse wecken?
Kommen Sie zu unseren Imkerversammlungen!
oder
Melden Sie sich bei:
Markus Horn
Telefon: 02335/8885890
(evtl. auf Anrufbeantworter sprechen)
Hier online anmelden ...
Unser
bisheriges Angebot zum "Probeimkern" entfällt vorerst.
Sollten Sie nach Kursbeginn Interesse an einem Einstieg in die Imkerei
haben, sprechen Sie uns bitte an.

Unser liebes Vereinsmitglied Günter Kopatzki hat hier noch einmal etwas blumiger formuliert, was Sie erwartet:
Für einen Laien mag es sinnvoll erscheinen, erst im Frühjahr Kontakt aufzunehmen um dann das Bienenjahr von Anfang an mit zu erleben. Nun fällt für unsere Bienen, mit geringen witterungsbedingten Abweichungen, Silvester auf den 23. Juli. So gesehen würden Sie die vorgeburtlichen Einflüße auf das im Frühjahr sichtbar werdende Leben nicht kennen und hätten damit eine wesentliche Phase im Bienenjahr versäumt. Die Zeit bis zum nächsten Frühjahr können Sie schon nutzen und sich schrittweise mit der Materie vertraut machen. Ein Kasten voller Bienen, die nun mal alle einen Stachel haben, die Drohnen, welche so gefährlich brummen und dann setzt sich auch noch eine Biene auf den Handrücken - da kann man schon nervös werden.
Es sollte auch anders gehen:
Es steht ihnen zunächst ein Ablegerkasten mit einem kleinen Schwarm (inklusive einer Königin), nicht viel mehr als eine handvoll Bienen, zur Verfügung. Im Kasten befinden sich eine Futterwabe aus einem anderen Volk, drei Mittelwände, welche die Bienen selber ausbauen müßen und zwei Brutwaben. Die Brutflächen sind nicht groß. Sie müßen ja von den vorhandenen Bienen mit einen Temperatur von mindestens 35° C gewärmt werden können. Einiges an Wärme entsteht allerdings beim Umsetzen des eiweißreichen Futters durch die Larven selber.
Ende des Monats schlüpfen die ersten Jungbienen. Sie sind noch sehr unbeholfen aber sehen mit ihrem grauen Pelz putzig aus. Später verlieren sie diesen in den engen Wabengassen. Das Völkchen beginnt langsam zu wachsen. Es schlüpfen nun täglich mehr Bienen, doch die alten der ersten Stunde haben sich aufgearbeitet. Sie fliegen ab und kommen nicht zurück. Weil dann die Sammelbienen im August kaum noch etwas finden, kann und muß der Imker zunächst mit kleinen Futtergaben zu Hilfe kommen. Bis Ende August ist darüber hinaus höchstens zwei mal nach den Vorräten in den Waben und nach dem Brutbild zu sehen.
Ab jetzt entwickeln sich schon zum Teil die sogenannten Winterbienen. Diese tun nichts mehr, legen sich ein Eiweißpolster zu und sparen ihre Kräfte für das nächste Frühjahr. Also ist ein starkes Volk im Frühjahr kein Wunder, sondern entsteht druch gute Versorgung im Spätsommer.
Anfang September dürfte der Kasten zu eng werden. Die Waben werden in eine Normale Zarge über einem Boden umgehangen. Vier weitere Waben, evtl. solche mit etwas Brut aus starken Völkern kommen noch dazu. Bei solchen kleinen Eingriffen sollten Sie dabei sein - nach Möglichkeit aktiv werden. So entwickeln sich ihre Kenntnisse und ihr selbstvertrauen parallel zur wachsenden Volksstärke. Die Termine kann man ja abstimmen. Sie können aber natürlich auch alleine am Stand arbeiten. Sie betrachten das Völkchen als ihre Bienen und werden immer öfter einen Vorwand finden um nach ihnen zu sehen.
Nach der Einfütterung und der Behandlung gegen die Varroamilbe kommt dann erst einmal die Winterruhe. Wenn es dann aber auch bei uns einmal so richtig kalt wird und draußen der Wind jault, gehen ihre Gedanken zu den Bienen. In ihnen kommt die Frage auf, was diese in der Kälte machen werden. Werden sie im Frühling noch leben? Dann entseht diese eigenartige Spannung, als ob man auf eine schöne Begegnung wartet. Imkern heißt auch warten und hoffen aber auch im richtigen Augenblick kontrollierend eingreifen. Es wäre also schade, wenn Sie diese kleinen Erlebnisse um ein Jahr verschieben würden. Selbstverständlich können Sie uns aber zu jeder Zeit kontaktieren!
Text von Günter Kopatzki
Fotos von Jörg Mersmann

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